Viele der über
2.200 Ortsgruppen des Vereins für Deutsche Schäferhunde bieten
regelmäßig Erziehungskurse nach dem "Augsburger Modell" für
Anfänger an, in denen man, ohne Mitglied werden zu müssen, mit den
wesentlichen Übungen vertraut gemacht wird. Ein Mindestalter von sechs
Monaten muß erreicht sein und die nötige eigene Fitneß, die
man bei einem Schäferhundhalter eigentlich voraussetzen kann.
Das Ziel eines
solchen Erziehungskurses ist nicht die Ausbildung zum Schutzhund,
sondern entspringt vielmehr dem verbreiteten Wunsch vieler Hundehalter nach
einer praxisorientierten Grundausbildung ohne jegliche Einschränkung auf
bestimmte Hunderassen oder Verpflichtung zu Vereinsmitgliedschaften.
Außerdem ist es eine altbekannte Tatsache, daß es zahlreiche
Hundebesitzer gibt, die mit ihrem Hund nicht fertig werden, aber gerade deshalb
nicht mit ihm auf einem Übungsplatz erscheinen, um sich nicht zu
blamieren. Gerade auf diese Leute mit Fingerspitzengefühl einzugehen, ist
eine wichtige Aufgabe des Erziehungskurses.
Hundehalter und
Hund sollen Freude am gemeinsamen Training haben. Bei aller angebrachten
Konsequenz und der notwendigen Autorität im Umgang mit dem Hund wird in
der Aufbauarbeit Wert auf das spielerische Erlernen erzieherischer
Grundprinzipien gelegt. Wenn man einmal erkannt hat, wie einfach ein Hund an
der Leine zu führen ist, wie der Hund freudig bei der Sache ist, dann
stellt sich Motivation und Begeisterung von selbst ein.
Das
Kursprogramm:
1. Lektion:
Leinenführigkeit mit Gewöhnungsübungen, Wendungen, Sitz zur
Grundstellung
2. Lektion:
Leinenführigkeit auch in verschiedenen Gangarten, Setzen und Legen,
Springen über Hindernisse
3. Lektion:
Ablegen an der langen Leine, Heranrufen aus dem Platz an der Leine
4. Lektion:
Frei folgen, frei ablegen
5. Lektion:
Sitz- und Platz-Übung gemäß Begleithund-Prüfungsordnung
6. Lektion:
Verhalten von Hunden im Straßenverkehr